GO

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Tiger Strikes Asteroid New York präsentiert die von Yael Eban kuratierte Ausstellung ‚GO‘, eine Installation von 50 großformatige Fotografien, die von dem kollaborativen Duo CORAMU geschaffen wurde. CORAMU besteht aus den New Yorker Künstlerinnen Ina Jang und Brea Souders, die einen fotografischen Wettbewerbsdialog erfunden haben. Dieser orientiert sich an dem alten chinesischen Brettspiel "Go“, einem Spiel metaphysischer Eleganz mit engen Verbindungen zu Politik, Wirtschaft und Naturgesetzen.

Das Strategiespiel beginnt mit einer weißen und schwarzen Spielfigur. CORAMU hat diese Spielstücke in weiße und schwarze Vorlagen übersetzt, die von den beiden Künstlerinnen verwendet werden, um eine Eröffnungsaktion in Form eines Fotos durchzuführen. Die resultierenden Bilder werden gleichzeitig ausgetauscht. Als nächstes führen sie eine Aktion mit dem früheren Bild im Tausch durch. Wie ein Filmstreifen baut jedes Bild auf dem vorherigen auf. Der Prozess wird wiederholt, jede der beiden Künstlerinnen macht eine weitere "Runde“ bis schließlich eine Kette von 50 miteinander verbundenen Bildern entsteht.

Die daraus resultierende Installation ist ein fließender und dynamischer Bildaustausch, der verschiedene Genres umfasst, in denen die Fotografie eine Rolle spielt, darunter Kunst, Natur, Mode, Überwachung, Werbung und Forensik. Wir beobachten vertraute Objekte wie Handy-Bildschirme, Zeitschriftenseiten, Postkarten, Aufkleber und Lebensmittellisten, die in den Fotos integriert sind. Es fließen Elemente des Surrealismus und der Abstraktion in der langen horizontalen Schriftrolle der Bilder ein, die sich vor dem Betrachter entfaltet und an die visuelle Amnesie erinnert, die durch Social Media Feeds oder manische Fernseh-Nachrichtenzyklen verursacht wird. Jüngste Erinnerungen verschmelzen mit der Gegenwart und bilden hybride Bilder. Die Künstlerinnen beschwören Roland Barthes' ikonische Beschreibung der Fotografie als eine Art Auferstehung – sie geht weiter, nachdem das Motiv verschwunden ist und ein Eigenleben angenommen hat. ‚GO‘ ist ein Kommentar zur Rolle der Fotografie im digitalen Zeitalter, wo sich Erzählungen, Rätsel, Poesie und aktuelle Ereignisse miteinander verbinden und von den beiden Künstlerinnen interpretiert werden, die in einem unberechenbaren Wettbewerb miteinander stehen.

CORAMU ist eine Zusammenarbeit zwischen den Künstlerinnen Ina Jang und Brea Souders. CORAMU wurde im Sommer 2017 gegründet, gemeinsam arbeiten die beiden Künstlerinnen an vielen Projekten, die ihre Interessen bündeln. Am 20. März 2020 wird die Zusammenarbeit auslaufen.

Ina Jang schloss 2010 mit einem BFA in Fotografie ab und 2012 ein Studium im MPS Fashion Photography Program an der School of Visual Arts ab. Ihre Arbeiten wurden in international renommierten Galerien und Festivals gezeigt, darunter das New York Photo Festival, die Daegu Photo Biennale, Paris Photo, Unseen und die Flatland Gallery in Amsterdam. Sie war Finalistin beim Hyères Festival 2011. Im Jahr 2016 kündigte die Photo District News sie als eine der PDN 30 Emerging Photographers an. Ihr jüngstes Projekt "Utopia" wurde 2017 im Musée des beaux-arts Le Locle in der Schweiz gezeigt, gefolgt von einer Einzelausstellung in der Foley Gallery in New York im vergangenen Jahr. Ihre Arbeiten wurden im New Yorker, Time Magazine, British Journal of Photography, IMA Magazine und The New York Times Magazine veröffentlicht.

Brea Souders ist eine bildende Künstlerin, deren Werke international gezeigt wurden, darunter Einzelausstellungen im Abrons Arts Center, der Bruce Silverstein Gallery und der Baxter St. im CCNY in New York sowie im Centre Photographique Rouen Normandie, Frankreich, dem Wellcome Trust, London und der Peel Art Gallery, Museum and Archives, Kanada. Sie erhielt ein Stipendium der Pollock-Krasner-Stiftung, ein Stipendium bei der Millay Colony of the Arts und eine Residency und ein Stipendium bei CAMAC / Fondation Ténot in Frankreich. Im Jahr 2018 erschien ihr drittes Künstlerbuch bei Silent Face Projects. Souders' Arbeit wurde im New Yorker, ARTnews, LA Review of Books, New York Times T Magazine, Elephant und dem Jeu de Paume Magazine vorgestellt. Ihre Arbeit ist in mehreren Publikationen enthalten, darunter Photography is Magic, veröffentlicht von Aperture and Feelings: Weiche Kunst, von Rizzoli.


Eröffnung am Freitag, 26. Juli, 18 – 21 Uhr