Risaku Suzuki

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""Plaque sensible (sensorische Ebene der Wahrnehmung)" war ein von Paul Cézanne geprägter Begriff. Cézanne schrieb, dass die Harmonie der Kunst mit derjenigen der Natur übereinstimmt, und dass der Künstler alle Stimmen der Vorurteile in sich zum Schweigen bringen und vergessen muss, so dass sich die gesamte Landschaft auf seiner sensorischen Ebene einprägen wird. Cézanne betrachtete sich selbst als ein Mittel zur Aufnahme von Empfindungen, die er dann objektivierte, projizierte und auf seiner Leinwand fixierte. Er glaubte, dass Farben nicht nur den Sehsinn, sondern auch den Geruchs- und Hörsinn ausdrücken können. Er versuchte, "Natur, wie sie gesehen wird" und "Natur, wie sie empfunden wird" zu vereinen. So steht bei seinen Bilder nicht das Objekt im Zentrum, sondern seine sensorische Wahrnehmung.


Bei der Fotografie nimmt die Kamera das Objekt ohne Absicht oder Vorurteile wahr. Die mechanische Sicht der Kamera unterscheidet sich deutlich vom menschlichen Sehen, das bei der Wahrnehmung visueller Informationen notwendigerweise selektiv ist. Die reine, objektive Sicht der Kamera erfasst alle Details, die das menschliche Sehen herausgefiltert hat. Das ist sozusagen die grundlegende Eigenschaft der Kamera. Viele Fotografen widersetzen sich dieser grundlegenden Eigenschaft und verwenden Komposition, Fokus und Verschlusszeit, um ihre eigene Vision durchzusetzen". - Risaku Suzuki


Für diese in der Canon Gallery S in Tokio ausgestellte Serie hat Risaku Suzuki ausgewählte Orte fotografiert, die im Allgemeinen mit Malern der Moderne in Verbindung gebracht werden. An jedem Ort fühlte er sich, als würde er der Kreativität des Künstlers begegnen. Er verlässt sich auf die Reinheit des Sehens der Kamera und versuchte, die wahre Natur der Fotografie einzufangen.