Jules Spinatsch

 – 

Jules Spinatsch (*1964) ist einer der anerkanntesten zeitgenössischen Schweizer Fotografen der internationalen Kunstszene. Er stellte in verschiedenen internationalen Museen aus, einschliesslich dem MoMA New York, der Fondation Cartier Paris, der Villa Arson Nice, dem Walker Art Center Minneapolis, der Tate Modern London, der SFMoMA San Francisco sowie dem Kunsthaus Zürich oder dem Fotomuseum Winterthur.


Die Ausstellung Semiautomatic Photography vereint 22 Panorama-Projekte, die der Künstler zwischen 2003 und 2016 realisiert hat. In Zusammenarbeit mit dem Informatiker Reto Diethelm, entwickelte er dafür eine spezielle Aufnahmetechnik mit steuerbaren Netzwerkkameras.


Beginnend im Jahr 2003, parallell zu seiner ersten Einzelausstellung Temporary Discomfort im Centre de la Photographie Genève, ist es Spinatsch gelungen, künstlerisch auf eine Methode der fotografischen Produktion, der sogenannten automatisierten Überwachungsfotografie, zu reagieren, die sich im Laufe der Zeit noch mehr durchsetzen sollte. Das erste Panorama, welches 2003 während des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos, seinem Geburtsort, entstand, markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der kritischen Dokumentar Fotografie.


Die Ausstellung präsentiert nicht nur grossformatige Panoramen wie beispielsweise Snowdon Habitat (3,8 x 12 m), sondern zeigt diese auch in unterschiedlichen Formen: wie Bücher, Projektionen oder Vienna MMIX - als spiralförmiges Panorama und die Rekonstruktion seines eingenen Studios, das in dieser Art noch nie gezeigt wurde.