PEP (Paris Expériences Photo): das Bild des Autors im öffentlichen Raum

Die erste Ausgabe des Festivals Paris Expériences Photos (PEP), das ursprünglich vom 4. bis 14. Juni stattfinden sollte, wird diesen Sommer eröffnet. Das Ziel ist es, das junge fotografische Schaffen hervorzuheben, indem es so vielen Menschen wie möglich kostenlos zugänglich gemacht wird. Paris Expériences Photo ist ein Festival, das für die Öffentlichkeit konzipiert wurde, um den Blick auf die Stadt, die sie umgibt, zu erneuern und die privilegierte Verbindung, die Paris und die Fotografie verbindet, neu zu knüpfen.

Die Idee dieses Festivals geht auf jenen wenig bekannten Moment im Jahre 1839 zurück, als Louis Daguerre seine Erfindung, die Daguerreotypie, der Akademie der Wissenschaften vorstellte. Im Auditorium sah François Arago, der zukünftige französische Premierminister, das enorme Potenzial der Fotografie und beschloss, das Patent im Namen des französischen Staates zu erwerben. In einer ebenso großzügigen wie politischen Geste bot er der Welt dieses unglaubliche Werkzeug an. Paris ist daher die Wiege der großzügigen und zugänglichen Fotografie. Zwei Unterscheidungsmerkmale, die das PEP-Projekt qualifizieren.

Das Ziel von PEP ist es, neugierige Passanten mit Installationen und Fotoerlebnissen zu überraschen, die über den öffentlichen Raum verstreut sind. Die überraschenden Inszenierungen, die die Räumlichkeiten einnehmen, sind die eigentliche DNA von PEP und verwandeln Paris, die Zeit des Festivals, in einen spielerischen und poetischen Ort, der den Weg zur kollektiven Vorstellungskraft öffnet.

Aufgrund der Gesundheitskrise, von der wir betroffen sind, kann das Festival nicht in seiner vollen Form stattfinden, aber es bietet auf Einladung der RATP in 11 U-Bahn-Stationen eine Vorkonfiguration. PEP wird im Juni 2021 mit Parisern und Besuchern der Hauptstadt zu einer Vollausgabe zusammentreffen.


Im Geiste des Festivals und in Partnerschaft mit der RATP freut sich das PEP-Team - Paris Expériences Photos -, für diese erste Ausgabe eine Gemeinschaftsausstellung vorzuschlagen, die ausschließlich in der Pariser Metro und in den Stationen des RATP-Netzes zu sehen ist. Die Ausstellung besteht aus 45 fotografischen Werken von 14 internationalen Autoren und ist als gemeinsame Erzählung konzipiert, die vom 20. Juni bis Ende September in 11 RATP-Stationen zu sehen sein wird.

Die ausgewählten Fotografien werden im öffentlichen Raum ausgestellt, um den Alltag der Benutzer zu erfreuen. Diese Fotosammlung wurde als Atempause in der lauten, dichten und bewegten Stadt konzipiert. Die Kuration lädt natürliche Bilder in die Räume der RATP ein und ruft Wasser, Luft, Pflanzen und Mineralien wach.


Ausstellungsansichten © RATP – Hamdi CHREF