SYOIN KAJII TSUKI im DITTINGRAUM

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Zeitgleich mit dem Start der bevorstehenden Ausstellung Mystik: Die Sehnsucht nach dem Absoluten im Museum Rietbergabgestimmt, präsentiert Kajii mit Tsuki die fotografischen Werke die zeitgleich zum gleichnamigen Video, welches speziell für diese Museumsausstellung gemacht wurde, entstanden. In dieser kulturvergleichenden Museumsausstellung stehen nicht Kunst und Stil im Vordergrund, sondern vielmehr spirituelles Erleben. Sie beleuchtet somit die Vielfalt des Phänomens Mystik zwischen Europa, Iran, Indien und Ostasien. Inspiration für seine neusten Werke fand Kajii in der Philosophie Dogens, des Lehrers des japanischen Zen-Buddhismus und Gründer der Soto-Schule. Nachdenklich und zugleich voller Energie illustrieren diese im D I T T I N G R A U Mausgestellten Arbeiten den Mond im Wassertropfen. Symbolisch und dennoch zufällig, der Mondschein leichtfüssig tanzend auf der dunkeln Oberfläche des Wassers gespiegelt, laden die Bilder Kajjis den Betrachter ein sich auf das Streben nach „Einheit von Übung und Erleuchtung“ einzulassen.


Für Kajii als buddhistischer Mönch war die Beziehung zum Wasser und Meer schon immer von grosser Wichtigkeit: als Priester von Shingon auf der Insel Sado tätig, schuf er seine berühmte Wellen-Serie Nami. „Gerne würde ich meine Religion von meiner Fotografie trennen. Jedoch habe ich das Gefühl, dass eine Ähnlichkeit zwischen dem Fotografieren der Wellen und dem rezitieren buddhistischer Sutras besteht.“ Auf eine viel ruhigere und sanftere Art und Weise als bei Nami, wird auch in seiner Tsuki Serie das stets ruhelose Meer lebendig. Energisch eindringlich und anmutig zugleich wird die mystische Kraft der Tiefe des Wassers eingefangen. Wunderschön illustriert, wie ein Ballet aus Hell und Dunkel tanzt das weisse Mondlicht auf dem pechschwarzen Wasser; der Rhythmus des Videos wird gekonnt verkörpert mit scheinbar abstrakten Portraits oder kaligrafisch gezeichneter Linien sowie Bewegung und Spiel.