Sludge
In Sludge treibt Yokota das fotografische Bild in Zustände von Verdichtung und Auflösung. Durch wiederholtes Re-Fotografieren, Scannen und materielle Eingriffe wirken Formen verschluckt oder teilweise ausgelöscht, als würden sie in einer zähen visuellen Masse versinken. Die Bildoberfläche erscheint schwer und widerständig.
Die Serie reflektiert die Instabilität von Erinnerung und Wahrnehmung. Motive treten zugleich hervor und verschwinden wieder, gefangen in einem fortlaufenden Transformationsprozess. Anstelle von Klarheit setzt Sludge auf Opazität und Verzerrung. Fotografie wird hier weniger als Fenster zur Welt verstanden, sondern als sedimentierter Raum der Ungewissheit.