Temperature
Eine jüngere Werkserie, in der Yokota seine Auseinandersetzung mit Materialität und Transformation weiter intensiviert. Die Arbeiten entstehen aus Negativen, die Hitze, Lichtlecks und chemischen Reaktionen ausgesetzt werden, sodass physische Spuren direkt in die Bildoberfläche eingeschrieben werden. Das fotografische Bild wird nicht bewahrt, sondern gezielt belastet und verändert.
In Temperature wird die Fotografie zugleich Objekt und Ereignis. Figuren und Räume lösen sich in instabile Tonfelder auf und oszillieren zwischen Abstraktion und Restfiguration. Die sichtbare Beanspruchung des Materials erzeugt eine fast volatile Präsenz. Die Serie versteht Fotografie nicht nur als Repräsentation, sondern als Resultat von Temperatur, Druck und Zeit.