The Theatre of Apparitions
In der Serie Theatre of Apparitions erweitert Roger Ballen die Grenzen zwischen Fotografie und Zeichnung und entwickelt eine eigenständige, rätselhafte Bildsprache. Durch das Einritzen und Entfernen von Material auf verdunkelten Glasoberflächen entstehen Linien und Formen, die er anschliessend fotografisch festhält. Im Zusammenspiel von Licht, Schatten und Belichtung verwandeln sich diese Spuren in geisterhafte Erscheinungen zwischen Abstraktion und Figuration.
Die surrealen, oft beunruhigenden Kompositionen eröffnen psychologische Bildräume zwischen Bewusstem und Unbewusstem, Realität und Imagination. Menschliche und tierische Gestalten treten als rätselhafte Erscheinungen hervor und verweisen auf verborgene Ängste, innere Konflikte und ursprüngliche Impulse. Die Serie verkörpert Ballens unverwechselbare Ballenesque-Ästhetik und lädt dazu ein, die Grenzen zwischen dem Sichtbaren und dem Verborgenen zu erkunden.