Christophe Guye Galerie

Die Ausstellung in Triest bringt drei Themen zusammen – Erinnerung und Identität, Körper und Körperlichkeiten sowie Realität und Vision – und präsentiert eine Sammlung von Werken zeitgenössischer japanischer Künstlerinnen und Künstler. Durch den Einsatz von Bildern bieten sie einen umfassenden Überblick über die aktuelle japanische Foto- und Videoszene: vom Dialog mit den Meistern bis hin zur Forschung neuer Generationen, die sich mit der jüngeren Geschichte Japans auseinandersetzen, Fragen von Gender und Alltagsleben hinterfragen und manchmal den Körper als politisches Medium einsetzen.


„Seit den 1930er-Jahren als eine der international bedeutendsten Fotoschulen anerkannt und zu Beginn des dritten Jahrtausends mit Künstlern wie Hiroshi Sugimoto, Nobuyoshi Araki, Daido Moriyama und anderen etabliert, scheint sich die zeitgenössische japanische Fotografie heute für Interpretationen zu öffnen, die einem Generationenwechsel entsprechen und sicherlich näher an westlichen Themen und Fragestellungen liegen“, beobachtet der Kurator Filippo Maggia.


Während die japanische Fotografie des 20. Jahrhunderts lange durch eine stark identitätsbezogene und selbstreferenzielle Bildsprache geprägt war, erleben wir heute eine deutliche Richtungsänderung: Viele junge und etablierte Künstler nehmen nicht mehr nur die Komplexität ihres eigenen Landes als Bezugspunkt, sondern auch globale Veränderungen. Dadurch entsteht ein enger Dialog mit westlichen Themen wie Genderfragen, kollektiver Erinnerung, sozialen Beziehungen, Umweltfragen und der Wahrnehmung von Bildern.