TOKYO2020

 – 

TOKYO2020 ist ein spannender Querschnitt neuester Photographie aus Japan. Kosuke, Yoshinori Mizutani, Kazuna Taguchi, Ayaka Yamamoto, Wataru Yamamoto und Daisuke Yokota zählen zu den interessantesten Jungtalenten der japanischen Photokunstszene. Die Ausstellung wurde co-kuratiert von IMA Tokyo.


Seit den 1990er Jahren hat sich eine eigene kulturelle Ausdrucksweise Japans etabliert. Im vorangehenden halben Jahrhundert der Nachkriegszeit eiferte man noch der westlichen Kultur nach. Japans einzigartige kulturelle Leistungen in der Architektur, Animation, des Comics und der Mode sind jedoch bemerkenswert. Auch die japanische Fotografie hat sich sich als einzigartiges Kulturprodukt etabliert.

 

Die westliche Kunstwelt feiert seit den 1990er Jahren die Arbeiten z.B. von Nobuyoshi Araki und Daido Moriyama. Auch jüngere Starphotographen wie z. B. HIROMIX, welcher eng mit Tokios Subkultur verbunden ist, fanden grosse Anerkennung.


In den nuller Jahren erhielt eine zweite Welle von Photographen darunter Rinko Kawauchi, Tomoko Sawada und Lieko Shiga lauten Beifall. Auf der anderen Seite Hiroshi Sugimoto und Yasumasa Morimura, deren Arbeiten im Kontext der Gegenwartskunst eine starke Position einnehmen. Unterdessen, auch dank der Unterstützung des britischen Photographen und Photoexperten Martin Parr, hat sich die japanische Photographie zu einem bedeutenden Teil der weltweiten Photographiekultur entwickelt

 

Junge japanische Photographen der nachfolgenden Generation rangeln nun um eine Position in der Kunstwelt. Diese Generation von Photographen produziert Arbeiten in einem unvergleichlichen Umfang und in einer einmaligen Qualität. Sie produzieren unabhängige Magazine und Bücher und nehmen an Messen teil, um ein Netzwerk aufzubauen und ihre Karrieren anzutreiben. Für die aktuelle Ausstellung haben die Christophe Guye Galerie und IMA Tokio sechs junge Photographen ausgewählt, welche sie als zukünftige Vorreiter der japanischen Photographie sehen. Ihre Arbeiten stellen neue ausdrucksstarke Möglichkeiten dar, welche die heimischen Traditionen von persönlicher Photographie und Strassenphotographie flexibel mit der ausländischen konzeptuellen Photographie mischen. Sie alle sind jedoch versucht, die Vergangenheit zu überwinden und neue kreative Herausforderungen auf verschiedene Arten zu meistern.